Kinder von Suchtkranken

Sucht ist eine Familienkrankheit und oftmals über Generationen hinweg immer wieder Quelle von Leid. Eine Kindheit im Schatten elterlicher Sucht ist gekennzeichnet von einer Atmosphäre ständiger Angst und Unsicherheit sowie einem Mangel an emotionaler Zuwen-dung und Geborgenheit. Häufig kommen Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch hinzu. An den Folgen einer solchen Kindheit tragen die Kinder ihr Leben lang.

Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter stofflich abhängig. Ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen. Das dritte Drittel kommt – scheinbar – ohne sichtbare Schädigungen davon, doch viele von ihnen kämpfen mit Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Störungen und nichtstofflichen Abhängigkeiten. Kinder suchtkranker Eltern haben eine starke Neigung, sich wieder eine/n süchtige/n Partner/in zu suchen.

Sind Sucht und ihre Folgen für die Kinder von Suchtkranken ein unabänderliches Schicksal? Nein! Diese Kinder haben gute Chancen, sich zu gesunden, reifen, lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln, wenn sie entsprechend unterstützt werden.

Trampolin

Ein Angebot für Kinder von 8 - 12 Jahren aus suchtbelasteten Familien. Inhaltlich geht es um den Umgang mit schwierigen Situationen in Familie und Umfeld, Austausch mit anderen Kindern und die Wirkung von Alkohol- und Drogenwirkung wird thematisiert.

Nähere Informationen unter www.projekt-trampolin.de oder über die Fachambulanz Braunschweig bei Fr. Sonja Männich (Tel. 0531-889 2060).

NACOA

Natürlich versuchen wir in den Selbsthilfegruppen, den Kindern unserer Teilnehmer Halt zu geben. Aber wir erreichen dabei ja nur einen Bruchteil der Betroffenen. Es gibt zwei Organisationen, die sich speziell mit diesem Themen beschäftigen.

NACOA Deutschland - Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e. V tritt für die Interessen von Kindern ein, die in ihren Familien von Alkoholismus oder anderen Arten von Suchterkrankungen betroffen sind. www.nacoa.de

EKS

Das Kürzel »EKS« steht für »Erwachsene Kinder von suchtkranken Eltern und Erziehern«. Es handelt sich um eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die eines gemeinsam haben: Sie wurden hineingeboren in eine Familie oder Umgebung, in der Abhängigkeit herrschte – stoffliche oder nichtstoffliche – oder sind dort aufgewachsen. Im gesamten deutschsprachigen Raum kannst du Gruppen finden www.eksev.org